300 Tassen gingen weg wie warme Semmeln

28.12.2005 300 Tassen gingen weg wie warme Semmeln

Bericht aus der OZ: Fahrenbach. (jün) Was macht man am Ende des zweiten Weihnachtsfeiertages, wenn man erst einmal genug hat von Besinnlichkeit und Familiensinn? Man geht nach Fahrenbach auf die "Gliehwoikerwe". Zum dritten Mal veranstaltete die Dorfjugend dieses Fest auf dem Platz an der Bushaltestelle und Jung und Alt aus dem ganzen Weschnitztal pilgerten vor allem am späten Nachmittag in den Fürther Ortsteil. Die "Fahmesche Gliehwoikerwe" hat sich inzwischen ihren festen Platz im Ortsgeschehen gesichert. Vor zwei Jahren wurde die Idee von einer Gruppe junger Fahrenbacher geboren. Nach zwei Tagen Festlichkeit stand ihnen der Sinn nach Geselligkeit. So wurden zwei Buden organisiert und aufgestellt und dann bei Glühwein und heißem Apfelwein trefflich gefeiert. Für die über 20 Helfer begann die Arbeit bei der dritten Auflage schon am Morgen von Heiligabend. Da wurden die beiden Buden auf dem Platz an der Bushaltestelle aufgebaut und alles soweit vorbereitet, damit der Startschuss rechtzeitig am frühen Montag fallen konnte. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag trafen sie sich in den frühen Morgenstunden und trafen die letzten Vorbereitungen, so dass zur Mittagszeit alles gerüstet war für den Ansturm der "Geselligkeitshungrigen". Schon am frühen Nachmittag kamen die ersten Besucher. Der Platz zwischen den Buden und dem Bushäuschen füllte sich zusehends und bei Einbruch der Dämmerung war er dicht gefüllt. Mit heißen Getränken, mit denen auch den kalten Temperaturen getrotzt wurde, sowie mit frisch gebackenen Waffeln und Brezeln, aber auch mit würzig duftendem Chili con Carne war für das leibliche Wohl einmal mehr bestens gesorgt. Dass die Fahrenbacher findige Köpfe sind, ist längst bekannt. So beließ es die Dorfjugend nicht nur beim Verkauf von Essen und Trinken, sondern stieg auch ins Merchandising-Geschäft ein. Für die dritte Auflage des Festes hatten sie erstmals 300 "Gliehwoikerwe"-Tassen geordert, die schon am frühen Abend weitgehend ausverkauft war, wie Jörg Landthaler, einer der federführenden Organisatoren, zu berichten wusste. Außerdem wurden Fahnen mit einem schönen Ortsmotiv angeboten, ebenso gelbe Warnwesten, die im Straßenverkehr heute vorgeschrieben sind, natürlich nicht ohne den unvermeidlichen Aufdruck "Fahrenbach". Dem Besucher wurde schnell klar, warum der Andrang so groß und die Veranstaltung erneut ein Erfolg war, denn die Organisatoren hatten um himmlischen Beistand gebeten, was auch erhört worden war. So tummelten sich gleich mehrere hübsche Engel unter den Gästen, die der "Gliehwoikerwe" den Segen ihres Chefs erteilt hatten. Damit konnte ja nichts schief gehen. So herrschten an den Stehtischen bis in die späten Abendstunden beste Laune. Und einige ganz Standhafte genossen die Geselligkeit und feucht-fröhliche Stimmung bis in die Nacht hinein, so dass die beiden Buden erst deutlich nach Mitternacht ihre Pforten schließen konnten.