Material fürs Kostüm aus Baumarkt

28.02.2006 Material fürs Kostüm aus Baumarkt

(aus Süpo)Fastnacht: Erster Platz beim Preismaskenball für die wandelnden Uhu-Tuben – Originelle Ideen punkten bei der Jury FAHRENBACH. Tanzende WC-Schüsseln, steppende UHU-Tuben und viele andere originelle Kostümierungen kennzeichnen den Preismaskenball vom SV Fahrenbach. Die Konkurrenz ist groß, denn schließlich hat die alljährliche Maskenprämierung Tradition. „Ich kann mich noch gut an eine wandelnde Litfasssäule erinnern“, denkt Timo Kaiser zurück an eine besonders gelungene Maske. Kaiser war am Freitag für die Preisverleihung und die Organisation zuständig. Wie in den Vorjahren hatten er und seine Helfer alle Hände voll zu tun, um die Besucher an der Bar und auf der Tanzfläche zu versorgen. Ausgelassenes Feiern zur Musik der „Bing-Bäng-Band“, die den Gästen mit Partyhits, Oldies und Pop- und Rocksongs zünftig einheizte, stand bei den kostümierten Besuchern ebenso hoch im Kurs wie die spannende Entscheidung um die beste Maske. 23 Teilnehmer buhlten mit ihren Einfällen um die Gunst der zehnköpfigen Jury. Für einige war der Abend der krönende Abschluss eines arbeitsreichen Tages. „Wir haben heute morgen um fünf Uhr angefangen“, gestanden Jörg Landthaler und Stefan Eich. Spontan war ihnen der Einfall zu ihrer ausgefallenen Kostümierung gekommen. Die beiden gingen als wandelnde Toiletten ins Rennen. „Heute Mittag waren wir im Bauhaus und haben uns die Toilettensitze und das restliche Material besorgt“, schilderten sie ihren stressigen Tag. Die Toilettensitze haben sie auf einen Holzring geklebt, den sie sich um die Hüften geschnallt hatten. Vorne dran befestigten Jörg und Stefan eine mit Papier gefüllte Jeans: fertig war die Kostümierung. Etwas leichter hatten es die Jungs mit ihrem „Sex-Pack“. Drei Stunden haben Thomas und Christian Koch, Bernhard Langer, Christian Trautmann, Martin Arnold und Martin Kittel an dem überdimensionalen viereckigen Gestell gebastelt. Mit weißen Planen und Bierreklame an den Seiten verkleidet, fanden die sechs bequem und unerkannt im Inneren des Bauwerkes Platz, um in aller Ruhe das ein oder andere echte Six-Pack zu köpfen. Und das hatten sie als Kühlung bitter nötig, denn unter den Planen wurde es heiß. Mit solchen Problemen hatten die mehrköpfige Engelstruppe und die Fledermäuse in ihren luftigen Kostümen nicht zu kämpfen. Einträchtig tanzten sich beide Gruppe nebeneinander durch den Abend und bewiesen, dass in der Fastnacht wirklich alles dicht zusammen rückt. So auch der gerupfte Vogel, der verkündet: „Wegen der Vogelgrippe lasse ich Federn“, und die mit Atemschutzmaske und Spritzgeräten gegen die Vogelgrippe kämpfenden Helfer. Für die Fastnacht zweckentfremdet zeigte sich ein Motorradhelm, der mit großen Froschaugen beklebt nahezu perfekt den Kopf der grünen Quaker imitierte. Grün präsentierte sich auch der wandelnde Kaktus alias Christoph Schwöbel, dessen Stacheln aus Cocktailspießen in leuchtenden Farben vom grünen Rest aus Draht und Pappmachée abstanden. Vielleicht hat Christoph bei der Herstellung seiner Maske den Uhu-Kleber „Extrastark“ verwendet. Die vier lebensgroßen Uhu-Tuben, die beim Preismaskenball mit ihrer täuschend echten Imitation den ersten Platz abräumten, haben auf alle Fälle jede Menge dieses Klebstoffs für ihr Kostüm verbraucht. „Wir haben drei Abende gebastelt“, erzählten Christoph Roggenbuck, Katharina Treusch, Patrick Wegener und Lena Hinterschuster. Zum zweiten Mal dabei, hatten sie sich diesmal richtig Mühe gegeben, um ganz vorne zu landen. Eine Woche Halbpension für eine Person in Tannheim belohnte sie für die viele Arbeit. Auch die anderen Teilnehmer gingen dank der zahlreichen Sponsoren nicht leer aus: Den zweiten Platz belegten Jörg Landthaler und Stefan Eich als wandelnde Toiletten, Platz drei ging an die Fledermäuse um Tino Gölz. Silvie Rese 27.2.2006