Stefan Jäger trumpft als Teichminator auf

04.07.2004 Stefan Jäger trumpft als Teichminator auf

Fahrenbach. (jün) Spätestens seit Sonntagabend ist es offiziell bekannt: bei Teebeuteln haben die der Sorte Diät-Unterstützungs-Tee mit Mango-Kirsch-Geschmack die besten Flugeigenschaften. Dies war nur eine Gewinn bringende Erkenntnis bei den Teichspielen, die der Fahrenbacher Angelsportverein wieder als Abschluss seines Fischerfestes durchführte. Stefan Jäger von der Mannschaft des örtlichen Gesangvereins Eintracht schaffte es, das kleine, unscheinbare Beutelchen sage und schreibe 10,46 Meter weit zu werfen. Nicht nur diese Leistung war ausschlaggebend dafür, dass die eigens für diese Veranstaltung gekrönte Teichprinzessin Daniela I. ihn zum Teichminator kürte und er damit zum MVP, dem wertvollsten Akteur der Teichspiele wurde. Schließlich führte er seine Mannschaft auch zum Sieg. Zunächst wurden die zahlreichen Zuschauer von Moderator Harald Faust begrüßt, der sich dieses Mal Trend setzend im lila Ganzkörper-Feinripp präsentierte und die sportlichen Wettbewerbe mit seinem bekannt trockenen Humor begleitete. Die technische Leitung oblag wie gewohnt Sascha Clemens, Udo Dörsam vom Schiedsgericht hatte mit Michael Hollmann erstmals Unterstützung, und das auch noch von einem Rimbescher. Schon bei der ersten Disziplin der Teichspiele mussten die Teilnehmer an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gehen. Hier wurde das traditionelle Sackhüpfen dahingehend variiert, dass der Sackhüpfer zwei rohe Eier in seinen Händen halten musste und deshalb von seinen zwei Mannschaftskameraden beim Hüpfen unterstützt wurde. So galt es dann die Strecke um den ganzen Friedfischteich herum zu bewältigen. Dass es dabei auch zur Sache ging und nicht allein der Spaß im Vordergrund stand, bewiesen die Ringer vom SV Fahrenbach, die das Team des Skiclubs im wahrsten Sinne des Wortes überrannten und Letztere fast in den Teich stürzten. Trotz dieses rabiaten Einsatzes konnten die Ringer aber nicht verhindern, dass der Gesangverein das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entschied. Und dann kam die Stunde von Stefan Jäger. Beim Teebeutel-Weitwurf, bei dem die Teilnehmer unter verschiedenen Früchtetee-Sorten auswählen konnten, verblüffte er mit seinem Jahrhundertwurf und leistete damit einen entscheidenden Beitrag, dass die Mannschaft des Gesangvereins mit einer Gesamtweite von 23,23 Metern auch hier Platz eins belegte. Zweiter wurde der Skiclub mit 21,78 Metern, der Sportverein belegte mit 20,48 Metern den dritten Rang. Eine lustige Version der Kissenschlacht sahen die Zuschauer bei der dritten Disziplin. Auf einem über dem Teich angebrachten Rohr gegenüber sitzend, mussten die Teilnehmer versuchen, den Konkurrenten mit einem im Teich getränkten Sack ins Wasser zu befördern. Die Säcke waren dadurch so schwer, dass manche Probleme hatten, ihn überhaupt beim Schlagen nach dem Gegner festhalten zu können. Auch hier war Stefan Jäger nicht zu schlagen und gewann im ersten Durchgang souverän vor Martin Arnold (SV) und Lukas Heinz (Skiclub). Beim zweiten Durchgang trumpfte Tobias Heister (SV) auf und wurde vor Simon Eckert (GV) und Thorsten Neidig (Skiclub) Erster. Beim letzten Wettbewerb des Tages mussten die Delinquenten eine Packung Salzstangen unter Zuhilfenahme von Wasser oder Bier in kürzester Zeit verspeisen. Hier entwickelte Maic Heister die beste Technik und holte den zweiten Einzelsieg für die Ringer. Auch wenn Christian Gebhart hier Stefan Koch vom Skiclub den zweiten Rang überlassen musste, reichte es der Mannschaft des Gesangvereins zum Gesamtsieg. Die Entscheidung war letztlich hauchdünn, denn die Sänger (43 Zähler) hatten gerade einmal einen Punkt Vorsprung auf den Sportverein (42). Mit 33 Punkten wurde der Skiclub abgeschlagen Dritter. Bei der Siegerehrung überreichte Harald Faust die Pokale an die siegreichen Teams. Er bedauerte, dass die Feuerwehr wie im Vorjahr keine Mannschaft habe aufbieten können, doch angesichts eines Noteinsatzes in der vorausgegangenen Nacht in der Bar seien die Brandschützer noch zu geschwächt gewesen, um an den körperlich alles abverlangenden Wettbewerben teilzunehmen.