15 Jahre Peter Jäger enden

01.03.2010 15 Jahre Peter Jäger enden


Es war eine Ära, die am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenbach zu Ende ging. Nach 15 Jahren als Vorsitzender - und insgesamt 25 Jahren Vorstandstätigkeit - schied Peter Jäger aus dem Amt aus. "Aus beruflichen Gründen", sagte er und fügte an, dass er, so wie es die Zeit erlaubt, der Feuerwehr auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Ein Nachfolger war schnell gefunden: Stefan Arnold, seither Zweiter Vorsitzender, erklärte sich bereit, die entstandene Lücke zu schließen. Auch ein Zeichen dafür, dass die Vereinsstruktur bei der Fahrenbacher Wehr stimmt. Als einen Vorsitzenden, der "Finger in Wunden legte" und dabei immer das Wohl der Allgemeinheit im Blick hatte, charakterisierte Ortsvorsteher Udo Dörsam Peter Jäger. Mit Helmut Arnold schied an diesem Abend ein weiteres verdientes Mitglied aus dem Vorstand aus. Sage und schreibe 47 Jahre - seit der Gründung der Wehr in Fahrenbach - gehörte er dem Gremium an. Vor allem wenn es um Bauangelegenheiten ging, hatte die Wehr in ihm einen kompetenten und tatkräftigen Ansprechpartner. Die aktuell 47 Mitglieder der Einsatzabteilung mussten im Jahr 2009 zu fünf Technischen Hilfeleistungen und einem Brandeinsatz ausrücken. Darüber berichtete Wehrführer Thomas Koch. Die Palette der Herausforderungen erstreckte sich dabei von der Beseitigung von Ölspuren bis hin zu der Suche nach einer vermissten Person. Ausdrücklich lobte Koch die Zusammenarbeit mit der Lörzenbacher Wehr, die sich von der neu gegründeten Bambinifeuerwehr über die Jugendwehr bis zur Einsatzabteilung erstreckt. Ein Umstand, den auch Gemeindebrandinspektor Gerhard Knapp hervorhob, der angesichts der guten Zusammenarbeit aller Ortsteilwehren von einer "großen Fürther Feuerwehrfamilie" sprach. Auch weil die Zahl der Aktiven, die bei Alarmierungen an Werktagen zur Verfügung stehen, kleiner werde, mache es Sinn, ortsübergreifende Einheiten zu bilden, die aufeinander abgestimmt sind, so Knapp. Allein der Blick in den Saal des Dorfgemeinschaftshauses verdeutlichte bei der Jahreshauptsammlung, dass die Fahrenbacher Feuerwehr viele junge, interessierte Mitglieder hat. Ein Erfolg der guten Jugendarbeit, die seit 2005 in der Verantwortung von Jugendwart Michael Becker lag. Auch er schied an diesem Abend endgültig aus seiner Funktion aus, wobei seine Verdienste noch einmal ausdrücklich gewürdigt wurden. 23 Jugendliche aus Fahrenbach sind derzeit Mitglied der Jugendfeuerwehr, hinzu kommen acht aus Lörzenbach, die bei der Nachbarwehr mit ausgebildet werden. So stellte auch Kreisbrandmeister Reiner Agostin fest, dass die Strukturen bei der Fahrenbacher Wehr stimmen. Wie auch Gerhard Knapp regte Agostin an, Teilnehmer an den Leistungsübungen zu stellen. Dies sei eine sehr gute Ausbildung für die Erfordenisse des Feuerwehralltags. Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Fürth, Albert Dörsam, bemerkte, dass die Fahrenbacher Wehr ein aktiver Verein ist. Er machte dies auch an dem seitherigen Engagement von Peter Jäger fest. In dessen Amtszeit hat sich nicht zuletzt die Mitgliederzahl der Fahrenbacher Wehr von 172 um 60 Prozent auf heute 273 erhöht. In Jägers letztem Jahresbericht nahmen die Veranstaltungen zum Zehnjährigen der Jugendfeuerwehr im Jahr 2009 breiten Raum ein. Ein weiterer Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Anschaffung eines neuen, zweiten Einsatzfahrzeuges, bei dem die Mitglieder der Fahrenbacher Feuerwehr mit einer hohen Eigeninitiative der Allgemeinheit viel Geld einsparten. arn Artikel vom: 01.03.2010 Quelle: wnoz.de