Dieser Bericht enthält alle Infos vom "Dollen Dorf", chronologisch vom Anfang bis Ende.
Den Anfang findet ihr ganz unten, dh neue Infos stehen oben :-) Stand 29.05.2018

Fahrenbach. Das 40. Scheuerfest des Gesangvereins Eintracht Fahrenbach lockte viele Besucher in die Scheune von Richard Jöst/Heinz Jäger in der Waldstraße. Am frühen Abend waren die Sitzplätze in der Scheune alle belegt. Wie in den Jahren zuvor gab es eine kleine überdachte Bühne. Der Frauenchor der Eintracht, unter der Leitung von Oliver Fath, sang zur Begrüßung „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling“ das 1964, von Siw Malmkwist gesungen, zum Nummer-Eins-Hit in Deutschland wurde.

Dann folgte eine Premiere: Zum ersten Mal sang der Chor vor Publikum „Oh Happy Day“. Der Gospelsong sorgte für Stimmung in der Scheune. Zum Abschluss trug der Frauenchor noch „Santo Domingo“ vor; ebenfalls ein Hit von Wanda Jackson. Im Anschluss gehörte die Bühne den Männerstimmen der Chorgemeinschaft Eintracht Fahrenbach und Frohsinn Lörzenbach unter der Leitung von Frank Ewald, dem gemeinsamen Dirigenten der beiden Männerchöre.

Sie eroberten die Herzen des Publikums mit dem Hit „I am Sailing“ von Rod Stewart. Der wurde abwechselnd auf Englisch und Deutsch vorgetragen. Es folgte „Du bist so weit, weit weg“, im Original von Hubert von Goisern. Ihr drittes Lied war eine Hymne auf das Bier, ein fröhlich-schwungvolles Lied von Wolfgang Lüderitz, der dieses allen Sängern widmet, die sich nach dem Singen ein „kühles Blondes“ ehrlich verdient haben. Begleitet von viel Applaus verlies der Männerchor die Bühne und Siegfried Bauer vom Gesangverein Eintracht gab die Regeln für den zweiten Sängerwettstreit der Ortsvereine bekannt.

Schiedsrichter waren die beiden Chorleiter Frank Ewald und Oliver Fath sowie Musiker Franz Herb. Jeder von ihnen konnte maximal fünf Punkte für den Auftritt eines Vereins vergeben – es zählten der Gesang und die Darstellung. Wie bei den Castingshows im Fernsehen hatte jeder Schiedsrichter einen eigenen Tisch und darauf die Karten zur Punktvergabe. Dem siegreichen Ortsverein winkten 100 Euro.

Die Aufgabe für die vier teilnehmenden Ortsvereine: erst mussten sie das Fahrenbacher Heimatlied vortragen und als zweites ein Lied ihrer Wahl. Das Los entschied, welcher Verein als erstes auf die Bühne musste. Es traf den Sportverein Fahrenbach. Die Sänger vom SV traten in weißen Hemden und vom Gesangverein gespendeten Strohhüten auf. Der Chorleiter Armin Eitel hatte seine SV-Sänger im Griff und die Darbietung stimmte. Den Juroren fiel bei der Beurteilung nur auf, das im Ringerlied – dem Wunschlied der SV-Sänger – noch von der ostdeutschen Zonengrenze gesungen wird. Chorleiter Frank Ewald gab den Tipp, vielleicht könnte man diese Zeilen ja der Gegenwart anpassen.

Dann folgte der Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenbach. Das Heimatlied kam den Männern und einer Frau locker über die Lippen. Auch für das von ihnen gewählte Lied „Der Wehrmann“ erhielten die Sänger viel Applaus und Lob von den Schiedsrichtern.

Singen mit Forellen-Hüten

Der Angelsportclub Fahrenbach hat eigentlich nur acht Mitglieder, doch auf der Bühne standen 14 Sänger und Sängerinnen. Das Fahrenbacher Heimatlied trugen sie mit Strohhut vor und dann wechselten sie zu selbstgebastelten Forellen-Hüten. Auf eine bekannte Melodie hatten sie ein Lied über ihren Fischteich getextet. Für sie gab es sehr, sehr viel Lob. Die Schiedsrichter wussten das Helga Arnold, die Oliver Fath als Chorleiter bei den Frauen vertritt, hinter dem gelungenen Auftritt steckt.

Als letzter Ortsverein trat der Ski - Club auf die Bühne. In dunklen T- Shirts und mit Strohhut auf dem Kopf – ein schönes Bild. Sie hatten als Unterstützung ein Schlagzeug und eine Gitarre dabei. Bei ihnen klang das Fahrenbacher Heimatlied sehr schwungvoll, sie hatten es in einen Dreiviertel-Takt umgeschrieben. Als zweites sangen sie die Hymne aller Skifahrer: „Schifoan“ vom österreichischen Liedermacher Wolfgang Ambros. Der Aufforderung, den Refrain mitzusingen, kam das Publikum gerne nach. Auch die Schiedsrichter fanden den Auftritt gelungen, auch wenn eigentlich keine Instrumente, dabei sein sollten.

Beim Auszug aus der Scheuer gab der Ski-Club noch ein bisschen Alpenrock zum Besten, dann vergaben die Schiedsrichter ihre Punkte: Es siegte der Ski-Club vor dem Angelsportclub mit 14 Punkten. Auf dem Platz dahinter jeweils mit der Punktzahl 12 landeten der Sportverein und die Freiwillige Feuerwehr. Die Schiedsrichter waren begeistert, wieviel musikalisches Potential in den Ortsvereinen steckt. Frank Ewald und Oliver Fath boten ein Mitsingen in den Chören an.

Viel Spaß am zweiten Sängerwettstreit der Ortsvereine von Fahrenbach hatte die 94-jährige Tilly Gölz. Sie war schon beim 50-jährigen Jubiläum des Gesangvereins Eintracht 1950 als Ehrendame dabei.

Der Sonntag beim 40. Scheuerfest stand noch einmal im Zeichen des Chorgesangs und der Spiele für Kinder. Sie konnten sich beim Geschicklichkeitsfahren mit dem Fahrrad ausprobieren.

Das nächste Konzert der Männer – der Chorgemeinschaft Eintracht Fahrenbach/Frohsinn Lörzenbach findet am 2. September – bei gutem Wetter – „Open Air“ hinter dem Rathaus in Fürth statt. Bei schlechtem Wetter wird in die TV-Halle ausgewichen. gg

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